Der Schuhmacher warf einen schnellen Blick auf die schwarzwalder Uhr in der Wandecke. Alleweil punkt halb erst, liebste Guste, gab er zur Antwort, aber bist müde geworden den lieben langen Tag.
Na, es geht noch so, erwiederte sie; bei dem schlechten Geschäft wird man so müde eben nicht.
Schlechte Zeiten! brummte der Mann halb laut, werden aber auch darüber fort kommen.
Die Frau seufzte vor sich hin. Man mag es machen wie man will, sagte sie, es ist kein Vorwärtskommen.
An Fleiß fehlts nicht, murmelte er leise.
An meinem Willen auch nicht, setzte sie hinzu.
Bist gut, rief er die Hand freundlich ausstreckend, es wird sich schon machen. Jung sind wir, arbeiten wollen wir, zur Noth geht’s noch, und alleweil mag kommen was da will, manchem ehrlichen Kerl geht’s wohl noch schlechter. Die Frau erwiderte sein Lächeln, sagte aber dann mit einem besonders scharfen Blick: Ich meine nur, Anton, es könnte besser gehen, wenn Du nur wolltest.
Hörst wie der Wind pfeift? fragte er. Es ist ein schandbares Wetter draußen und um nichts danke ich alleweil dem lieben Gott mehr, als daß ich kein Wetterhahn geworden bin.
Ah! geh’ doch mit Deinen Possen, antwortete sie gereizt, ich weiß schon, was es bedeuten soll.
Na, meinte er lachend aufschauend, ich sitze hier warm, lasse den Wind fahren wohin er will, und wenn es mich kränkt im Herzen, seh’ ich Dich an und die Wiege da, so wird’s wieder gut.