Ja, Herr von Gravenstein, gab der Fabrikant zur Antwort. Ich meine, daß eine Zeit kommen mag, wo ein Mann meiner Art, obwohl alt und mit weißem Haar, nicht anders kann als ein Grab auf fremder Erde suchen.

Das ist Exaltation! sagte Alfred kalt lächelnd.

Es mag Ihnen wohl so scheinen, sprach Herzer, ich begreife das; denn was ein Theil der Menschen zuweilen gut, gerecht und wohlthätig nennt, verwandelt sich im Sinne der Anderen zu unerträglichem Unrecht. Doch jeder mag seiner Ueberzeugung folgen und nur dafür sorgen nicht zu hassen und zu verdammen, sondern gerecht zu bleiben.

Wir sind damit von dem eigentlichen Gegenstande meines Besuches abgekommen, fiel Alfred unruhig ein. Sie wollen unsere Angelegenheit noch heut in Ordnung bringen?

Ich will sogleich zu meinem Notar schicken, sagte der Fabrikant.

Ein Notar? Was soll der Notar?

Wenn Sie ihn nicht haben wollen, rief Herzer erfreut, und meiner Redlichkeit vertrauen, so ist er freilich nicht nöthig.

Herr Herzer! sagte Alfred, und er hielt inne, denn ein innerer Kampf preßte ihm die Lippen zusammen. Er sah den alten Mann starr an und schüttelte den Kopf.

Herr von Gravenstein, sprach Felix, ruhig näher tretend, glaubt, wenn ich nicht irre, daß Du, lieber Vater, ihm heut das Kapital zurückzahlen willst.

O! nein, wie? erwiderte der Fabrikant rasch. Was denkst Du? — Wie könnte ich — Herr von Gravenstein!