Ich sagte zu Felix, fuhr der Vater fort, Herr von Gravenstein kommt nicht, aber bei uns hat das auch nichts zu sagen. Ob wir früher oder später die Sache in Ordnung bringen, ist ziemlich einerlei.
Wir können es heut noch, oder wenn Sie wollen sogleich abmachen, antwortete Alfred. Ich habe das gerichtliche Dokument bei mir.
Ganz wie Sie wollen, erwiderte der Fabrikant. Ich bin im Augenblick zwar sehr beschäftigt. Die unglückliche Zeit hat auch mich hart getroffen; jetzt wird es besser, doch aufrichtig gesagt, habe ich wenig Glauben an einen dauernden Aufschwung.
Ich kann es mir denken, fiel Alfred ein.
Die Unsicherheit des Eigenthums wird so leicht nicht gehoben werden und damit ist die Unsicherheit des Erwerbs verbunden, fuhr Herzer fort. Vor Allem leidet was Kunst und Luxus angeht. Die Gesellschaft steht auf zerfressenen Füßen, Ausflickereien helfen wenig. Ich weiß, Herr von Gravenstein, unsere Meinungen darüber laufen ohne Zweifel weit von einander, aber ich zittre vor der Zukunft mehr wie die hohe Aristokratie, und eben darum mache ich jetzt einen Versuch, der so gewinnbringend aussieht wie er Sicherheit verspricht.
Sie wollen sich nach Amerika übersiedeln, sagte Alfred.
Sie haben davon gehört? fragte Herzer erstaunt.
Man hat es mir erzählt, sagte der junge Edelmann.
Ich denke zu wissen, woher das kommt, fuhr Herzer fort, aber man hat Sie falsch unterrichtet. Mein Sohn soll nach Newyork gehen. Ich habe ein Magazin dort errichtet, werde aber selbst hier bleiben und weiter arbeiten lassen, es sei denn, daß die Verhältnisse mich zum Auswandern nöthigten.
Sie meinen, wenn es nicht mehr zu ertragen ist? erwiderte Alfred.