Ohne Zweifel Unruhe im Herzen, flüsterte dieser mit einem listigen Blicke.
Gewiß, gewiß! sagte der Geheimrath, die Hände reibend. Wird sich aber schon geben. Was geschah also gestern?
Gleich früh erhielt Herr von Gravenstein Besuch von einem Herrn, der, wie sich später ergab, der Obergerichts-Assessor Stephani war.
Der Geheimrath nickte beifällig und der Kommissär fuhr fort: Später erschien auch der Exekutions-Direktor, ein uns wohlbekannter Mann. Der Assessor begleitete ihn, als er sich entfernte, und bald darauf verließ Herr von Gravenstein das Hotel, ging einige Straßen auf und ab, setzte sich dann in einen Wagen, und fuhr zu dem Magazin des Herrn Herzer.
Und was geschah dort? fragte der Geheimrath erwartungsvoll.
Er blieb sehr lange allda, sagte der Beamte, in den Bericht sehend, endlich fand sich der Exekutions-Direktor mit drei Gehülfen ein, welche am Hause warteten, bis Herr von Gravenstein heraustrat.
Die Beschlagnahme erfolgte also wirklich, rief der Geheimrath seufzend. Er ist doch sehr zu beklagen, der unglückliche Mann!
Herr von Gravenstein ging mit dem Direktor die Straße hinauf, sprach mit ihm eine Zeit lang, und entfernte sich dann.
Was sagen Sie? rief Wilkau hastig. Es geschah nichts? Sie gingen fort?
Sie gingen fort. Herr von Gravenstein speiste im Hotel, und ging dann wieder aus, wahrscheinlich um eine Wohnung zu suchen, die er auch in der Kurfürstenstraße gefunden hat. Er wurde dabei begleitet von dem Assessor Stephani, welcher vor dem Hotel ihn anrief, und zwischen den beiden Herren ging es sehr lebhaft her. Herr von Gravenstein erzählte etwas, was den Herrn Assessor sehr zu wundern schien. Unmöglich! rief dieser laut, Sie sind auf jeden Fall betrogen. Lassen Sie mich die Dinger doch näher betrachten. Herr von Gravenstein weigerte sich jedoch, ich hörte, daß er antwortete: Mag es sein, wie es will, ich habe die Bedingungen angenommen und werde sie halten.