Aber noch Eines, fuhr Wilkau vertraulich fort, eine Frage: Kennen Sie den Fabrikanten Herzer?
Eben deswegen, sagte der Kommissar lächelnd, möchte ich mir eine Bemerkung erlauben. Dieser Herr Herzer ist uns wohl bekannt und seiner Gesinnung wegen widmen wir ihm einige Aufmerksamkeit. Wir wissen zum Beispiel, wer bei ihm ein- und ausgeht, und halten namentlich auch seinen Sohn unter Aufsicht, der aus Amerika zurückgekommen ist.
Nun? fragte der Geheimrath erwartungsvoll.
Wir müssen sagen, daß er sich ruhig verhält, fuhr der Beamte fort. Besonders in der letzten Zeit ist nichts vorgefallen. Die Familie ist sehr häuslich, es wird viel musicirt und, fügte er mit einem fixirenden Blick auf den Geheimrath hinzu, es finden sich dazu selbst zuweilen Zuhörer unter den Fenstern ein.
Ah, Sie haben mir erzählt, sagte Wilkau, daß Herr von Gravenstein sich sogar einmal dies Vergnügen gemacht hat.
Nicht einmal, gab der Kommissär zur Antwort. Er hat es wiederholt.
Ein eigenthümlicher Geschmack, rief der Geheimrath spottend.
Auch gestern Abend ist es der Fall gewesen, fuhr jener fort.
Gestern Abend? Alfred war bis gegen 11 Uhr bei uns.
Er ging von hier aus dort hin, und dann vor dem Hause auf und ab.