Sie nickte nicht; sie sah mich starr und schmerzlich an. „Er hat das Amt dafür bekommen“, sagte sie, „und dein Kind den ehrlichen Namen.“
—„Mein Kind, Katharina?“
„Und fühltest du das nicht? Er hat ja doch auf deinem Schoß gesessen; einmal doch, er selbst hat es mir erzählet.“
—Möge keines Menschen Brust ein solches Weh zerfleischen!—„Und du, du und mein Kind, ihr solltet mir verloren sein!“
Sie sah mich an, sie weinte nicht, sie war nur gänzlich todtenbleich.
„Ich will das nicht!“ schrie ich; „ich will …“ Und eine wilde Gedankenjagd rasete mir durchs Hirn.
Aber ihre kleine Hand hatte gleich einem kühlen Blatte sich auf meine Stirn gelegt, und ihre braunen Augensterne auf dem blassen Antlitz sahen mich flehend an. „Du, Johannes“, sagte sie, „du wirst es nicht sein, der mich noch elender machen will.“
—„Und kannst denn du so leben, Katharina?“
„Leben?—Es ist ja doch ein Glück dabei; er liebt das Kind;—was ist denn mehr noch zu verlangen?“
—„Und von uns, von dem, was einst gewesen ist, weiß er davon?“