Und bevor mein Vater ihm darauf antworten konnte, fuhr er fort:

›Bin ich Ihnen auch nur einmal einen Sechsling in der Schuld geblieben? Ich denk' doch nicht! Aber diese letzte Tonne‹ — und dabei schlug er heftig auf den Tisch — ›die bleib' ich schuldig bis in alle Ewigkeit! Und wollen Sie mir was, so zitieren Sie mich vor meinen Landvogt; hier bin ich nicht für Sie zu sprechen!‹

›So hört doch,‹ rief mein Vater; ›ich will kein Geld von Euch; um dessentwillen bin ich nicht zu Euch gekommen!‹

›So,‹ sagte der Bauer, ›was wollen Sie denn?‹

— ›Ihr hättet's Euch wohl denken können, Sievers; die Leute reden ja, Ihr hättet was in meinem Bier gefunden, was nicht in der Ordnung ist!‹

Der Bauer lachte. ›Nicht in der Ordnung? Nein, bei dem Teufel! So was ist nicht in der Ordnung!‹

›Es soll der Daumen von dem Hingerichteten gewesen sein,‹ fuhr mein Vater fort; ›und ich wollte Euch nur bitten, mich das sehen zu lassen, was Ihr gefunden habt.‹

›Die Leute reden nicht umsonst,‹ sagte der Bauer, ›das Ding ist drin im Hahn gesessen; meine Nachbarn haben beide das gesehen.‹

›Nun, so zeigt es jetzt auch mir!‹

›Da hätten Sie früher kommen sollen; ich weiß nicht, wo das Ding geblieben ist.‹