— ›Wer hat euch das gesagt?‹

›Das hat Ratsdiener Ferdinand uns selbst erzählt.‹

›Ei was! Der Fuchs wird ihn geholt haben,‹ sagte mein Vater; ›wer sollte denn dergleichen stehlen!‹

— ›Nein, nein, Vater; das Rad ist viel zu hoch, da können die Füchse nicht daran!‹

Der alte Ivers hatte schweigend zugehört. ›Sag mir einmal, mein Jüngelchen,‹ begann er jetzt, ›was ist's denn eigentlich für ein Finger?‹

— ›Wie meinst du das, Nachbar Ivers?‹

›Nun, ich meine, ist's der kleine Finger oder der Goldfinger oder —‹

›Nein, nein; es ist der Daumen!‹ unterbrach ihn Christian; ›ich weiß aber nicht, von welcher Hand.‹

›So,‹ sagte Ivers, ›der Daumen! das hatte ich mir gedacht. Er braucht eigentlich nur von einem Dieb zu sein; aber besser ist gewißlich immer besser; nein, den Daumen hat sich nicht der Fuchs geholt, den können ganz andere Leute noch gebrauchen! Da fragt nur euren Lorenz, wenn Ihr's nicht selber wißt!‹

Aber Lorenz sah auf seinen Teller und aß schweigsam seinen Reisbrei.