Drinnen im Hause erwarteten mich ganz andre Dinge. Da war ein Mann, der hatte einen bösen Schuldner, von dem er weder Kapital noch Zinsen erhalten konnte, und wir sprachen wohl eine halbe Stunde miteinander, auf welche Weise ihm zu beidem zu verhelfen sei.
Als ich dann wieder in den Garten hinauskam, war der Doktor nicht mehr da; auch der Körper des verstorbenen Nine war verschwunden, und der Spaten lehnte an der Planke. Die beiden kleinen Totengräber aber—die natürlich ihr Schmierzeug anhatten—lagen neben der Geißblattlaube auf den Knien und hatten einen kleinen seltsam glänzenden Erdhügel zwischen sich, auf dem sie beide eifrig mit ihren rotkarierten Taschentüchern rieben.
"Was macht ihr da?" fragte ich, indem ich zu ihnen trat; denn diese Sache war mir völlig unverständlich.
Da guckte der Kleine auf. "Papa!" sagte er, und sein Gesicht leuchtete so fröhlich wie droben kaum die liebe Himmelssonne—"wir polieren Nine sein Grab mit Spucke!"—Und also endete dies vergnügliche Begräbnis.
Ende dieses Projekt Gutenberg Etextes Von Kindern und Katzen, und wie sie die Nine begruben, von Theodor Storm.