"Franziska!" murmelte er. Einen Augenblick war es totenstill im Zimmer.

Dann wandte er sich wieder an den Vormund; sein Herz schlug ihm, daß er nur in Absätzen die Worte hervorbrachte. "Sie verschweigen mir den wahren Grund, Meister", sagte er, "erklären Sie sich offen, wir werden schon zusammen fertig werden."

Der andere erwiderte nur: "Ich habe nichts weiter zu erklären."

Franziska, die mit vorgebeugtem Kopf und offenem Munde den beiden zugehört hatte, war hinter des Doktors Stuhl getreten. "Soll ich den Grund sagen, Vormund?" fragte sie jetzt; und aus ihrer Stimme klang wieder jener schneidende Ton, der wie ein verborgenes Messer daraus hervorschoß.

"Sagen Sie, was Sie wollen!" erwiderte der Handwerker, seine Augen trotzig auf die Seite wendend.

"Nun denn, wenn Sie es selbst nicht sagen wollen—der Bäckermeister hat eine Hypothek auf Ihrem Hause; ich weiß, Sie werden jetzt von ihm gedrängt!"

Richard atmete auf. "Ist dem so?" fragte er.

Der Mann mußte es bejahen.

"Und wie hoch beläuft sich Ihre Schuld?"

Es wurde eine Summe angegeben, die für die Verhältnisse eines kleinen
Handwerkers immerhin beträchtlich war.