M. nickte bejahend. J. sagte burschikos: »Das ist klar, das ist Natur.« Ich: »Herr Postmeister! Wir bitten um eine Bouteille Wein.«

»Ich habe keine Schenke meine Herren! Ein Glas Wasser steht zu Dienst,« lautete die Antwort.

»Wasser das ist klar, das ist Natur!« bemerkte ich J. parodirend.

»Und denn will sich der Ort noch Weinheim nennen. Die einzigste Station von Hamburg her, wo einen nicht einmal schlechter Wein gereicht wird. Wasserheim sollte es heißen.« rief J. verdrießlich.

»Sie können es in Heidelberg nachholen,« lächelte der Posthalter, als wir die mit Extrapostpferden bespannte Chaise bestiegen um zu dem Ort unserer Bestimmung zu gelangen.

»Der Philister will witzig sein und hat nicht einmal Wein, was der schlechteste Witz von der Welt ist,« brummte J. in sich hinein.

Graf M. und ich hatten die Hamburger Schule besucht. — Wir waren dort Freunde und Studiengenossen gewesen. Er hatte einigen Freunden und mir ein Collegium über den Homer, ich den Herrn eins über den Terenz gelesen. Gleichwol stand ich ihm an Schulkenntnissen weit nach. Unser dritter Reisegefährte war ein gewisser J. aus Westphalen, der auf der Altonaer Schule erzogen war und sich zu uns gesellt hatte.

Das erste was wir nach der Ueberfahrt über die Elbe außer Solavee, der Guirlande Haarburgs, sahen, waren drei Maulthiere, die ein alter Kerl vor sich her trieb.

»Maulthier,« so heißt ein Exprimaner der zur Universität geht, in der Burschensprache.