Eine schwüle Hitze lag über der Gegend. Da ich nachts nicht geschlafen hatte, war ich sehr ermüdet. Angestrengt lauschte ich weiter. Einige Zeit war wieder lautlose Stille. Tausend verschwommene Bilder schwirrten durch mein müdes Hirn; nach und nach verlor ich mich in ein träumerisches Sinnen und versank allmählich in einen festen Schlaf.
Gegen 10 Uhr mochte es sein, als ich jäh aufschreckte. Von den Höhen um Marnach und aus dem Tale von Clerf herauf krachte Schuß auf Schuß. Vielfältig warf das Echo den Knall zurück, und unheimlich hallte es überall aus den Wäldern wieder.
Immer mehr zog sich der Lärm um Clerf zusammen.
Also war die Schlacht doch entbrannt. Im Geiste sah ich den Schäferhannes und zitterte um sein Leben. Wie sollte der Tag enden? – Sollten die braven Männer der Heimat die Oberhand behalten? – Sollten sie die Fremdlinge hinunterjagen von den heimatlichen Bergen – oder sollten diese weiterhin die Herzen und Gewissen eines freiheitliebenden Volkes knechten?
Spät am Nachmittag hörte das Gefecht auf. Nur selten noch fiel ein Schuß in den mehr nach Norden gelegenen Bergen.
Die Armee der Heimat, die braven „Klöppelmänner“, hatten die Schlacht verloren. Einige lagen tot, andere saßen gefangen, andere zogen sich in die Wälder zurück, um sich später wieder zu sammeln und den Kampf von neuem aufzunehmen.