„Im Kriege ist man besser weiter von den Grenzen weg“, dachte ich, und ohne viel nachzudenken und zu überlegen, entschloß ich mich rasch wieder nach Norden zu ziehen. So kam ich denn schließlich hiehin und wurde Bürger in diesem schönen Eichenbusch. Seit Juli sind es genau 50 Jahre. Deshalb hat ja auch neulich unsere ganze Sippe mir das schöne Jubiläum gehalten; das müßt ihr doch noch alle wissen!“

„Gewiß, gewiß, Vater Hans,“ nickte Rassi, „ich erinnere mich ganz wohl. O, das war ein schöner Tag! Weißt du noch Väterchen, die schönen Lieder, die wir sangen? Der alte Jack hatte sie eingeübt. Nun liegt er schon über einen Monat in der Ernz begraben. Und dann die Wettflüge um den Turm von Eppeldorf und die Beforter Heide! Wie schön, wie schön!“

„Und die Frösche, die du zum besten gabst, Väterchen!“ jubelte ein anderer. „Sieben waren es, recht fette.“

Vater Hans lächelte vergnügt. „Ja, ja!“ sprach er freudig, „fürwahr! aber Mühe hatte es gekostet, sie zu erhaschen. Wenigstens drei Stunden hatte ich am Weiher gelauert, bis ich sie packen konnte, und viermal mußte ich zurückfliegen, sie herüberzutragen. Doch eine Ehre ist der andern wert,“ fügte er stolz hinzu.

XVI.

Rassis rasche Gedanken weilten schon wieder in längst entschwundenen Jahren.

„Dann weißt du auch noch vom strengen Winter 1879, Väterchen?“ sprach er neugierig. „Warst du damals schon hier? Bitte erzähl’ uns davon; mein Vater hat uns auch schon öfter davon gesprochen.“