»Gut, versteht sich! Madame Krauseminz sorgt für sie und daß sie nicht hungert. Was aber nicht hindert, daß Thilda hier Donnerstags ganz ausnehmend schlingt, als wäre es für die nächste Woche im voraus …«
Sie lachte so herzlich wie seit langer Zeit nicht mehr, brach dann aber mit einem Seufzer ab und fragte: »Und was machen die Geschäfte?«
»Tja … man schlägt sich durch. Man muß zufrieden sein …«
»Oh, Gott sei Dank, daß hier wenigstens alles steht, wie es stehen soll! Ach, ich bin gar nicht aufgelegt, vergnügt zu schwatzen …«
»Schade. Den Humor soll man sich, quand même, bewahren.«
»Nein, damit ist es aus, Tom. – Du weißt alles?«
»Du weißt alles …!« wiederholte er, ließ ihre Hand fahren und setzte mit einem Ruck seinen Stuhl ein Stück rückwärts. »Heiliger Gott, wie das klingt! ›Alles!‹ Was liegt alles in diesem ›alles‹ begraben! ›Ich senkt' auch meine Liebe und meinen Schmerz hinein‹, wie? Nein, höre mal …«
Sie schwieg. Sie streifte ihn mit einem tief erstaunten und tief gekränkten Blick.
»Ja, dies Gesicht habe ich erwartet«, sagte er, »denn ohne dieses Gesicht wärest du ja nicht hier. Aber erlaube mir, meine gute Tony, daß ich die Sache um ebensoviel zu leicht nehme, als du sie zu schwer nimmst, und du wirst sehen, daß wir uns vorteilhaft ergänzen …«
»Zu schwer, Thomas, zu schwer …?«