»Habe ich Ihnen aber von dem Glauben der Leute erzählt, daß der Rosenstock einmal erlöst werden soll, nämlich an einem Tage der allgemeinen Beglückung, und Rosen hervorbringen soll, die zu ihrer großen Schönheit auch noch mit lieblich natürlichem Duft begabt sein werden?«

»Ja, Prinz, das muß man abwarten.«

»Nein, Imma, man muß helfen und handeln! Sich entschließen muß man und allem Zweifelmut absagen, kleine Imma! Sagen Sie mir … sagen Sie mir heute: Haben Sie nun Vertrauen zu mir?«

»Doch, Prinz, in letzter Zeit habe ich Vertrauen zu Ihnen gefaßt.«

»Sehen Sie!… Gott sei gelobt!… Sagte ich nicht, daß es mir schließlich gelingen müsse?… Und so glauben Sie denn nun, daß es mir ernst ist, wirklicher, ernsthafter Ernst um Sie und um uns?«

»Ja, Prinz, in letzter Zeit glaube ich, daß ich es glauben kann.«

»Endlich, endlich, unschlüssige kleine Imma!… Ach, ich danke Ihnen aus Herzensgrund!… Aber dann haben Sie also Mut und wollen sich zu mir bekennen vor aller Welt, da Sie doch zu mir gehören?«

»Bekennen Sie sich, Königliche Hoheit, zu mir, wenn's gefällig ist.«

»Das will ich, Imma, laut und fest. Aber nur unter einer Bedingung darf ich es, nämlich, daß wir nicht in eigennütziger und unbedeutender Weise nur auf unser eigenes Glück Bedacht nehmen, sondern alles aus dem Gesichtspunkt des Großen, Ganzen betrachten. Denn die öffentliche Wohlfahrt, sehen Sie, und unser Glück, die bedingen sich gegenseitig.«

»Wohlgesprochen, Prinz. Denn ohne unsere Studien über die öffentliche Wohlfahrt würde ich mich schwerlich zum Vertrauen zu Ihnen entschlossen haben.«