Dein
Adam Rude. –«

Zitternd faltete Esther Elizas Brief auseinander.

Da stand:

»Meine süße Esther!

Wenn Du es doch thun wolltest und zu mir kämst. Ich sehne mich so sehr nach Dir.

Ich bin krank und sehne mich, daß Du gut zu mir bist. Komm doch!

Deine
Eliza,
die sich so schrecklich freuen würde,
wenn Du kämst!«

»Was hast du denn, Esther?« fragte Maria, die der Schwester allein gegenübersaß.

»Fort – ich muß gleich fort!« sagte Esther wie geistesabwesend.

Sie fragte niemand, sie zog niemand zu Rate – es war, als sei ihr ganzes Wesen schon dorthin enteilt, wo ihre sorgenden Gedanken waren.