Arne wurde immer gereizter. »Du verstehst mich nicht. Ich brauche Heckenrosen und Mohn ja nur als Allegorie für die zarte Brautliebe und die Ahnung künftiger Leidenschaft.«

»Ich weiß wohl – aber ich meine, daß man auch beim Schreiben ein wenig die malerische Wirkung beachten müßte – das heißt, wenn man Bilder gebraucht, muß man sie sich so vergegenwärtigen, daß man die Wirkung voll beurteilen kann.«

Er antwortete nicht gleich, stand erst eine Weile mit gesenktem Kopf und klimperte nervös an seiner Uhrkette.

»Es ist eben nur das eine, daß dir schon im vorhinein nichts gefällt, was ich arbeite,« sagte er dann mißmutig und verließ das Zimmer.

Eliza hatte dem Gespräch schweigend zugehört. – »War es denn so schlecht, was er geschrieben hatte?« fragte sie.

»Nein – es war gut.«

»Und warum sagtest du ihm davon kein Wort?«

Esther schwieg.

»Du solltest ihm ein wenig Anerkennung geben. Er braucht das, glaube ich.«

Esther antwortete wieder nicht. Sie wußte es ja – er brauchte das. Er brauchte Bewunderung oder – Nachsicht. Doch immer Lob.