Er lächelte verlegen. »Ja, aber von dem Verlobten weiß ich doch nichts Genaues – so habe ich nur an Fräulein Thora gedacht – und wie sie wohl sein könnte, wenn ein Mann sie liebt.

Und dann ist nur so ganz im allgemeinen ein Bild der Liebe daraus geworden.

Aber wie gefällt es dir?«

Er sah mit herausfordernder Selbstgefälligkeit um sich. Sie hatte ihm sagen wollen, es sei das beste, was sie von ihm kannte. Zum erstenmal war er ihr seelisch nähergetreten durch seine Kunst – fast als ob er mit ihren Worten spräche – Nun war sie plötzlich unfähig, das verlangte Lob zu geben.

»Es wird Fräulein Thora schon gefallen,« sagte sie nur.

Er runzelte die Stirn: »Aber dein Urteil, Esther – hast du auch daran wieder etwas auszusetzen?«

»Du meinst, ob ich es fehlerlos finde?«

»Nun?« Er sah sie mit der spöttischen Überlegenheit eines Handlungsgehilfen an.

Sie hielt eine heftige Antwort zurück und gab dafür nur eine kühle Verstandeskritik.

»Es stört mich nur eine Kleinigkeit – das ist diese Zusammenstellung von Mohn und Heckenrosen, die in Wirklichkeit recht schlimm aussehen würde.«