»Seid Ihr denn schon zurück?« fragte Esther.
»Ja; zu schade, daß du zu dieser Probe nicht mitfahren konntest! – Aber wie geht es deinem Kopfschmerz?«
Esther lächelte ein wenig müde. »Komm, setze dich zu mir und erzähle, wie es war.«
»O, so lustig sind wir gewesen! Bis es Fräulein Luise zu viel wurde. Findest du nicht, daß sie ein bißchen altjüngferlich ist? Vor der Zeit – so ein klein wenig?«
»Das habe ich nie gefunden.«
»Na – ja – freilich. Ich mag nun die Leute nicht, die keinen kleinen Scherz vertragen können.
Da ist Fräulein Thora ganz anders. Temperament hat sie – das reine Zigeunerblut – und ist doch zart und fein und rührend, wie ein kleines Kind!«
»Hat sie wieder von ihrem Verlobten erzählt?«
»Diesmal nicht. Wir machten nur lauter Tollheiten. Zuletzt war sie so müde davon, daß sie neben mir saß und beinahe schlief. Fast wäre sie gegen meine Schulter gesunken und eingeschlafen!«
»Was sagte sie denn zu deinem Manuskript?«