Um den Bruder nun möglichst schnell aus dem Bereich des gefährlichen Zauberers zu bringen, packte sie Hans am Arm und zog ihn mit sich. Er aber widersetzte sich und fragte hastiger als vorher: „Wo sind die Rehe und Hasen, die an den Beinen hängen, Suse; wo hast du sie gesehen? Ich möchte sie auch sehen.“
„Nein, nein,“ wehrte sie.
Es währte aber nicht lange, so entdeckte er selbst die Tiere, die vor einem Verkaufsladen am Wege lagen, und blieb davor stehen.
„Brr, blutig,“ sagte er und begann dann von einem Firmenschild über dem Eingang die Inschrift abzulesen: Wildbret- und Geflügelhändler Moormann.
„Der verkauft die Rehe,“ erklärte er seiner Schwester.
„Nein, das tut er nicht,“ widersprach sie, packte ihn fester am Ärmel und bat: „Lieber, lieber Hans, komm doch mit. Du sollst hier nicht stehen bleiben und dir das gräßliche Blut ansehen und alles ablesen. Wir müssen uns ja schämen.“
„Warum müssen wir uns schämen?“ fragte er verwundert. „Und warum soll ich nicht alles ablesen? Der Vater und die Mutter haben doch selbst gesagt, wir sollen auf alles aufpassen!“
Die beiden maßen sich mit feindlichen Blicken. Und es wäre zwischen ihnen sicher zum Streit gekommen, wenn sie nicht daran gedacht hätten, daß sie in dieser gefährlichen Zeit ja treu zueinander halten müßten.
Drum folgte der Bruder der Schwester willig.