Sie fuhren zusammen und setzten zitternd die Lampe hin.
„Sie sind da,“ hauchte Suse. „Hans, jetzt ist es zu spät.“
Leise öffneten die beiden die Tür, die ins Treppenhaus führte, und herein schlichen der Stadtvetter und die Base. Toni flüsterte: „Der Vater und die Mutter sind ins Konzert. — Keiner weiß, daß wir hier sind.“
Theobald aber drängte: „Wo ist die Mumie?“
Zitternd zeigte Suse auf den Ballen in der Ecke. Theobald umfing ihn mit kräftigen Armen und schleppte ihn in Susens Zimmer neben der Negerstube. Aus der Küche tönte es laut: „Weißt du, wieviel Sternlein stehen?“ Wie im Takt klapperte dazu das Geschirr.
Theobald rollte den Ballen einige Male mit seinem Fuß hin und her und murmelte: „Na, wenn das ein Pharao ist, bin ich der Sultan von Marokko.“
„Rasch, rasch, mach auf, daß wir sie wieder an ihren Platz zurückstellen,“ flehte Suse, „rasch, Theobald.“
Die Vettern begannen im Schweiß ihres Angesichts geräuschlos die dicken Stricke zu lösen, während Suse das Licht hielt und Toni mit einer Schere die Nähte löste.
Im Nebenzimmer hörte man Frau Cimhuber und ihren Sohn reden. Doch es währte nicht lange, so verstummten die beiden, und es wurde still.
„Jetzt packt er seine Geschenke aus,“ flüsterte Theobald.