Suse schauderte es.
„Ist sie auch eine Negerin?“ forschte sie atemlos. „Vielleicht stammt sie von den Menschenfressern ab, und da hat Onkel Gustav sie in den fremden Ländern geheiratet. Es könnte schon sein. Gelt Hans?“
„Das weiß ich nicht.“
„Wie sieht sie denn aus?“
„Das weiß ich auch nicht.“
„Hast du sie denn gar nicht gesehen?“
„Nein, mit einemmal hat Theobald gerufen: ‚Da kommt sie!‘ und da hab’ ich gar nichts mehr gesehen und gehört. Und da hat Theobald die Tür von dem Automobil aufgerissen und ist mit beiden Füßen hineingesprungen, und ich bin hinterdrein und hab’ die Tür zugeschlagen. Und da haben wir uns beide unter die Bänke geworfen. Der Theobald ist mitten auf meinen Kopf gelegen. Ich hab’ gemeint, ich ersticke. Und mit einemmal legt sich eine Hand auf die Tür, und denke dir, da wollte sie reingucken. Aber der Herr Chauffeur hat ihr schnell was vom Onkel Gustav gesagt, und da hat sie die Tür wieder fahren lassen. — Denke dir, wenn sie reingekommen wäre und auf unsere Köpfe getreten hätte!“
„Die hätte euch tot getreten,“ sagte Suse, die ihre Tante sofort als ein gräßliches Ungeheuer erkannt hatte.
„Erzähl’ mir noch mehr von der gräßlichen Frau, Hans,“ drängte sie, „bitte, bitte.“ —