Und als die Pfarrfrau gleich darauf in das Zimmer zurückkehrte, sah er sie so hilfeflehend und verstört an, daß sie ganz besorgt fragte: „Was fehlt dir, mein Kind? Ist dir nicht wohl?“
Hans blieb stumm.
„Hm, hm!“ meinte sie. „Ihr seid komische Kinder. Was euch fehlt, erfährt man eigentlich nie. Hat es vielleicht was in der Schule gegeben?“
Die beiden saßen verschüchtert da und antworteten nicht.
Plötzlich begann die Pfarrfrau unvermittelt: „Eh’ ich’s vergesse, ich muß euch noch etwas sagen. Nächste Woche seid ihr bei eurem Onkel Gustav eingeladen. Er war heute nachmittag hier und läßt euch vielmals grüßen. Es wird sicher ein fröhlicher Tag für euch werden.“
„Schade,“ stotterte Suse, „dann sind wir ja schon fort.“
„Was sagst du da, Kind?“ forschte die Pfarrfrau.
Hans aber ließ vor Schreck die Gabel unter den Tisch fallen.
„Du meinst, ihr seid nicht mehr hier an dem Tage?“ fuhr ihre Pflegemutter fort. „Wo seid ihr denn sonst? Habt ihr einen Schulausflug vor oder sonst eine Einladung? Die Einladung kann ja auf einen andern Tag verlegt werden. Bei eurem Onkel werdet ihr sicher einen schönen Nachmittag verleben. Er hat Kinder in eurem Alter, und mit denen könnt ihr nach Herzenslust in dem großen Park an seinem Haus herumspringen.“