Und da ertönt Adels Stimme wieder in flehenden Tönen:
„Schon drei lange Tage zürnst du mir;
Sage, Liebster mein, was tat ich dir?
Glaubest, Zweifler du, ich lieb dich nicht?
Frag den Wunderrabbi, wie man tut,
Laß dir deuten, was der Traum dir spricht —
Gib mir deine Hand, sei wieder gut!“
Sie schämt sich nicht und sorgt sich nicht; aber auf ihm lastet seine Tat wie ein schwerer Alb, wie ein Traum aus einer schlaflosen Nacht, in dem trübe Bilder und Irrlichter wechseln. Er sitzt in der Finsternis wie ein von Gott Geschlagener und wartet, bis Adels Stimme schweigt. Dann erhebt er sich, steigt vom Boden hinab, traurig, schuldbeladen und sündig, wie einer, der zum Richtplatz geht... Die untergehende Sonne wirft einen roten Schein auf sein verschämtes Gesicht und leuchtet in feurigem Glanze.