Als die Ägypter im Meer versanken, wollten Gottes Engel Triumphgesänge anstimmen. Da sprach Gott: Die Geschöpfe meiner Hände versinken im Meer und ihr wollt Lieder singen vor mir?
DIE ORDNUNG BEIM SCHLACHTEN DES PESSACHOPFERS.
Das Opfer wurde in drei Abteilungen geschlachtet. Denn es heißt: Und schlachten soll es die ganze Gemeinde der Versammlung Israels zwischen den Abenden. „Gemeinde“ ist eins und „Versammlung“ eins und „Israel“ eins. Trat die erste Abteilung ein und hatte sich der Tempelvorhof gefüllt, so schloß man die Türen des Vorhofs. Sie stießen in die Posaune und erhoben ein Freudenjauchzen und stießen dann abermals in die Posaune.
Die Priester aber standen reihenweise und hielten in den Händen silberne Schalen und goldene Schalen; eine Reihe hatte lauter silberne Schalen und eine Reihe hatte lauter goldene, und nicht waren sie gemischt. Und die Schalen hatten keine flachen Böden, damit sie sie nicht hinstellen könnten und das Blut so gerinne.
Hatte ein Israelit geschlachtet und der Priester das Blut in der Schale aufgefangen, so gab er sie seinem Nachbarn und sein Nachbar wieder seinem Nachbarn; der nahm die volle Schale in Empfang und gab die leere zurück; der Priester, der dem Altar am nächsten stand, sprengte sie mit einer Sprengung gegen den Grund des Altars.
Ging die erste Abteilung hinaus, so trat die zweite ein; ging die hinaus, dann trat die dritte ein. Und nach der Weise der ersten Abteilung traten die zweite und dritte.
Sie lasen das Hallelgebet. Wenn sie zu Ende waren, so wiederholten sie es; wenn sie es wiederholt hatten, lasen sie es zum drittenmal; doch kam es hierzu niemals. Rabbi Juda sagt: Niemals kam die dritte Abteilung bis zu den Worten: „Ich liebe es, denn der Herr erhört“, weil bei dieser Abteilung nur mehr wenig Opfernde waren.
Wie hängten sie die Peßachopfer auf und häuteten sie ab? Haken aus Eisen waren in die Wände eingeschlagen und in die Säulen, an denen sie aufhängten und abhäuteten. Für die, welche keinen Platz mehr fanden, waren dünne, glatte Stäbe und man legte einen auf seine Schulter und auf die Schulter seines Nachbarn und hängte daran auf und häutete ab.
Man riß das Peßachlamm dann auf und nahm seine Opferteile heraus, legte sie in eine Schüssel und ließ sie in Rauch aufgehen auf dem Altar.