Kap. 30

1. Alsdann sah ich einen anderen Berg, Bäume enthaltend, woraus Wasser floß gleich Nektar. Sein Name war Sarira und Kalboneba. Und auf diesem Berge sah ich einen anderen Berg, auf welchem Aloë-Bäume waren. 2. Diese Bäume waren voll, gleich Mandelbäumen und stark, und wenn sie Frucht hervorbrachten, so übertraf sie allen Wohlgeruch.

Kap. 31

1. Nach diesen Dingen betrachtete ich die Eingänge des Nordens über den Bergen, und nahm sieben Berge wahr, angefüllt mit reiner Spieke, wohlriechenden Bäumen, Zimt und Papyrus. 2. Von da ging ich weiter über die Spitzen dieser Berge, eine Strecke östlich, und ging über das erythräische Meer. Und als ich weit über dasselbe hinausgekommen war, ging ich weiter fort über den Engel Zateel, und kam zu dem Garten der Gerechtigkeit. In diesem Garten sah ich unter anderen Bäumen einige, welche zahlreich und groß waren, und welche da blühten. 3. Ihr Geruch gut und kräftig und ihr Aussehen verschieden und schön. Der Baum der Erkenntnis war auch da, durch welchen Jeder, der davon ißt, mit großer Weisheit begabt wird. 4. Er war ähnlich einer Art Tamarinde, und trug Frucht, welche äußerst feinen Trauben glich, und sein Wohlgeruch erstreckte sich bis zu einer beträchtlichen Entfernung. Ich rief aus: Wie schön ist dieser Baum, und wie ergötzlich ist sein Anblick! 5. Darauf antwortete der heilige Raphael, ein Engel, welcher bei mir war, und sagte: Dies ist der Baum der Erkenntnis, von welchem aßen dein alter Vater und deine verwitwete Mutter, welche vor dir waren, und welche Erkenntnis empfingen, indem ihre Augen geöffnet wurden, und sie sahen, daß sie nackt waren, aber aus dem Garten vertrieben wurden.

Kap. 32

1. Von da ging ich weiter gegen die Enden der Erde, wo ich große Tiere sah, verschieden voneinander, und Vögel, verschieden in ihren Ansehen und der Gestalt, auch mit Gesängen von verschiedenen Tönen. 2. Gegen Osten dieser Tiere nahm ich wahr die Enden der Erde, wo der Himmel aufhörte. Die Pforten des Himmels standen offen und ich sah die himmlischen Sterne herauskommen. Ich zählte sie, wie sie heraustraten aus der Pforte, und schrieb sie alle auf, wie sie herauskamen einer nach dem andern, nach ihrer Zahl, ihre Namen allzumal, Ihre Zeiten und ihre Jahreszeiten, so wie der Engel Uriel, welcher bei mir war, sie mir angezeigt hatte. 3. Er zeigte mir alle und verzeichnete sie. 4. Er schrieb auch für mich ihre Namen, ihre Einrichtungen und ihre Wirkungen nieder.

Kap. 33

1. Von da ging ich gegen Norden, zu den Enden der Erde. 2. Und da sah ich ein großes und herrliches Wunder an den Enden der ganzen Erde. 3. Ich sah da himmlische Pforten, sich öffnend in den Himmel; drei von ihnen deutlich getrennt. Die Nordwinde kamen aus ihnen heraus, und wehten Kälte, Hagel. Frost. Schnee, Tau und Regen. 4. Aus einer der Pforten wehten sie mild, doch wehten sie aus den zwei (anderen), so geschah es mit Heftigkeit und Gewalt. Sie wehten stark über die Erde.

Kap. 34

1. Von da ging ich zu den Enden der Welt gegen Westen, 2. wo ich drei offenen Pforten wahrnahm, so wie ich in dem Norden gesehen hatte; die Pforten und Wege durch sie waren von gleicher Größe.