1. Und in jenen Tagen war die Stimme des Allherrschers bei mir, und er sagte zu mir: "Noah, siehe, dein Teil ist heraufgestiegen zu mir, ein Teil, woran kein Tadel ist, ein Teil der Liebe und der Billigkeit; 2. und nun werden bereiten die Engel Verschlosse, und wenn sie ausgegangen sind zu diesem Geschäft, werde ich meine Hand darauf legen und ihn erhalten. 3. Und es wird sein hierauf ein Same des Lebens, und eine Umwandlung wird kommen, damit nicht leer bleibt die Erde. Und ich will bestätigen deinen Samen vor mir in Ewigkeit zu Ewigkeit. Und der Same derjenigen, welche mit dir wohnen werden auf der Oberfläche der Erde, wird nichts unternehmen auf der Oberfläche der Erde, und er wird gesegnet sein und zahlreich werden vor der Erde, in dem Namen des Herrn." 4. Und sie werden einschließen jene Engel, welche das Unrecht offenbarten, in jenes brennende Tal, welches mir zuerst zeigte mein Großvater Henoch, in Westen, wo Berge waren von Gold und Silber, und Eisen, und flüssigem Metall und Zinn. 5. Und ich sah jenes Tal, in welchem große Bewegung war und sich bewegten die Wasser. 6. Und als dies alles geschehen war, da erzeugten sich aus jenem Flüssigen des Feuers und ihrer Bewegung, welche sie bewegte an jenem Orte, ein Geruch des Schwefels, und er verband sich mit jenen Wassern. Und jenes Tal der Engel, welche verführten, brannte unter jener Erde. 7. Und zu jenem Tale derselben werden Flüsse von Feuer ausgehen, wohin diejenigen Engel verurteilt werden sollen, welche verführten die Bewohner der Erde. 8. Und es werden diese Wasser an jenen Tagen sein den Königen, und den Mächtigen, und den Hohen und denen, welche bewohnen die Erde, zu Heilung der Seele und des Leibes, und zum Gericht des Geistes. 9. Und mit Lust wird erfüllt sein ihr Geist, damit sie gerichtet werden in ihrem Leibe; denn sie verleugneten den Herrn der Geister. Und sie werden ihr Gericht sehen an jeglichem Tage, aber nicht bekennen seinen Namen. 10. Und so wie groß sein wird die Hitze ihres Leibes, ebenso wird in ihnen Verwandlung dem Geiste in Ewigkeit zu Ewigkeit. 11. Denn nicht wird vor dem Herrn der Geister das, was ausgesprochen wird, zum eitlen Worte. 12. Denn kommen wird das Gericht über sie, weil sie vertrauen werden der Lust ihres Leibes, aber den Geist des Herrn verleugnen. 13. Und jene Wasser, in jenen Tagen erleiden sie Veränderung. Denn wenn gerichtet werden jene Engel in jenen Tagen, wird sich ändern die Hitze jener Quellen der Wasser. 14. Und wenn heraufsteigen werden die Engel, wird sich ändern jenes Wasser der Quellen und erkalten. Und ich hörte den heiligen Michael antworten und sagen: "Dieses Gericht, wodurch gerichtet werden sollen die Engel, ist ein Zeuge gegen die Könige, die Mächtigen und diejenigen, welche die Erde besitzen; 15. denn diese Wasser des Gerichts werden sein zur Heilung der Engel und zur Tötung ihrer Leiber. Aber sie werden nicht sehen und nicht glauben, daß verändert werden jene Wasser und Feuer sein werden, welches brennt in Ewigkeit."

Kap. 67

1. Und hierauf gab mir Nachweisung von allem Geheimen in einem Buche mein Großvater Henoch, und die Parabeln, welche ihm gegeben worden waren, und er brachte sie für mich zu den Worten des Buchs der Parabeln.] 2. Und an jenen Tagen antwortete ihm der heilige Michael, indem der sprach zu Raphael: "Die Macht des Geistes ergreift mich und regt mich auf, und zwar wegen der Strenge des geheimen Gerichts, des Gerichts der Engel; wer ist, der vermöchte zu ertragen das strenge Gericht, welches geschah und besteht? Und sie werden zergehen vor demselben." Und es antwortete abermals und sprach der heilige Michael zum heiligen Raphael: "Wer ist, der nicht erweichen ließe sein Herz darüber, und dessen Nieren nicht bewegt würden von dieser Stimme? 3. Gericht ist ergangen über sie von denjenigen, welche sie herausführten auf solche Weise." Und es geschah, als er stand vor dem Herrn der Geister, 4. da sprach also der heilige Michael zu Raphael: "Und ich werde nicht für sie sein bei dem Auge des Herrn; denn der Herr der Geister ist erzürnt gegen sie, weil sie gleich dem Herrn handeln. Darum wird kommen über sie ein geheimes Gericht in Ewigkeit zu Ewigkeit.

Kap. 68

1. Und hierauf wird das Gericht sie in Bestürzung setzen und aufregen; denn dieses zeigten sie denen, welche wohnen auf der Erde." 2. Und siehe die Namen jener Engel! Und dies sind ihre Namen. Der erste derselben ist Semjâzâ, und der andere Ars'tikif, und der dritte Armên, und der vierte Kakabâêl, und der fünfte Tur'êl, und der sechste Rum'jâl, und der siebente Dân'êl, und der achte Nukâêl, und der neunte Berâkêl, und der zehnte Azâz'êl, der 11te Armers, der 12te Batar'jâl, der 13te Basasâêl, der 14te Anân'êl, der 15te Tur'êl, der 16te Simâtisiêl, der 17te Jetar'êl, der 18te Tumâêl, der 19te Tar'êl, der 20te Rumâêl, der 21te Izêzêêl. 3. Und dies sind die Häupter ihrer Engel, und die Namen der Anführer ihrer Hunderte, und der Anführer ihrer Fünfzige, und der Anführer ihren Zehner. 4. Der Name des ersten ist Jekun. Und dieser war es, welcher verführte alle Söhne der heiligen Engel, und sie herabsteigen hieß auf die Erde, und sie verführte zur Erzeugung von Menschen. 5. Und der zweite Name ist Asb'êl; dieser gab üblen Rat den Söhnen der heiligen Engel, und verführte sie, zu verderben ihren Leib durch Erzeugung von Menschen. 6. Und des dritten Name ist Gâderêl; das ist derjenige, welcher zeigte alle Schläge des Todes den Menschenkindern. 7. Er verführte Eva, und zeigte die Werkzeuge des Todes den Menschenkindern, und den Schild, und den Panzer, und das Schwert zum Morden, und alle Werkzeuge des Todes den Menschenkindern. 8. Und aus seiner Hand gingen sie aus über die, welche wohnen auf Erden, von jener Zeit und in Ewigkeit. 9. Und des vierten Name ist Tênêmue. Dieser zeigte den Menschenkindern Bitteres und Süßes, 10. und zeigte ihnen alle Geheimnisse ihrer Weisheit. 11. Und er lehrte die Menschen das Schreiben und zwar mit Dinte und Papier. 12. Und deshalb sind zahlreich diejenigen, welche irre gehen, von Ewigkeit in Ewigkeit und bis auf diesen Tag. 13. Denn nicht geboren wurden die Menschen dazu, so mit Feder und mit Dinte zu bekräftigen ihre Treue. 14. Denn sie wurden nur geschaffen, gleich Engeln gerecht und rein zu bleiben. 15. Und der Tod, welcher Alles zerstört, würde nicht getroffen haben diejenigen, 16. welche durch diese ihre Kenntnis untergehen; und deshalb verzehrt mich die Macht. 17. Und des fünften Name ist Kasedjâe. Dieser zeigte den Menschenkindern alle bösen Schläge der Geister und der Dämonen, 18. und die Schläge des Embryo im Mutterschoß, um zu zermalmen, und die Schläge des Geistes, die Bisse der Schlange, und den Schlag, welcher ist am Mittage, die Brut der Schlange, deren Name ist Tabâet. 19. Und dies ist die Zahl des Kesbeêl, die Summe des Schwurs, welche er zeigte den Heiligen, als er wohnte oben in Herrlichkeit, 20. und sein Name ist Bekâ. Und dieser sprach zum heiligen Michael, ihnen zu zeigen den geheimen Namen, damit sie sähen jenen geheimen Namen, und damit sie sich erinnerten des Schwurs, damit erzittern möchten vor diesem Namen und Schwur diejenigen, welche anzeigten den Menschenkindern jegliches Geheimnis. 21. Und dies ist die Kraft jenes Schwures, denn mächtig ist er und stark. 22. Und er legte diesen Schwur Akâe in die Hand des heiligen Michael. 23. Und dies sind die Geheimnisse dieses Schwurs, und sie wurden bekräftigt durch seinen Schwur. 24. Und der Himmel wurde aufgehängt, bevor die Welt geschaffen wurde, und bis in Ewigkeit. 25. Und durch ihn schwebt die Erde über dem Wasser, und aus dem Verborgenen der Berge kommen den Lebenden die schönen Wasser, von der Schöpfung der Welt und bis in Ewigkeit. 26. Und durch diesen Schwur wurde geschaffen das Meer und sein Grund. 27. Zur Zeit der Wut legte es jenen Sand, und nicht änderte es sich von der Schöpfung der Welt und bis in Ewigkeit, und durch diesen Schwur sind die Abgründe befestigt und stehen, und nicht bewegen sie sich von ihrer Stelle in Ewigkeit und bis in Ewigkeit. 28. Und durch diesen Schwur vollbringen Sonne und Mond ihren Lauf und weichen nicht von ihrem Befehl, von Ewigkeit und bis in Ewigkeit. 29. Und durch diesen Schwur vollbringen die Sterne ihren Lauf. 30. Und ihre Namen ruft er und sie antworten ihm von Ewigkeit und bis in Ewigkeit. 31. Und so (sind) den Wassern ihre Winde, und den Winden und zwar ihnen allen Geister, und ihre Wege wegen jeder Vereinigung der Geister. 32. Und dort werden erhalten die Behältnisse der Stimme des Donners und der Glanz des Blitzes. 33. Und dort werden erhalten die Behältnisse des Hagels und des Reifes, die Behältnisse des Schnees, und die Behältnisse des Regens und des Taues. 34. Und alle diese werden bekennen und loben vor dem Herrn der Geister. 35. Und sie werden rühmen mit aller ihrer Kraft des Dankes, und er nährte sie in allem diesem Danke, und sie werden loben und rühmen und erheben im Namen des Herrn der Geister in Ewigkeit zu Ewigkeit. 36. Und über sie bestätigt er diesen Schwur, und sie werden erhalten durch ihn und ihre Wege werden erhalten, und ihr Lauf läßt nicht nach. 37. Und ihnen wurde große Freude. 38. Und sie priesen, und rühmten, und erhoben, weil ihnen offenbart wurde der Name jenes Menschensohnes. 39. Und er saß auf dem Throne seiner Herrlichkeit, und der Hauptteil des Gerichts wurde gegeben ihm, dem Menschensohn. Und er läßt verschwinden und untergehen die Sünder von der Oberfläche der Erde, und diejenigen, welche sie verführten, werden in Ewigkeit mit Ketten gebunden werden. 40. Und nach ihrer Stufe der Verdorbenheit werden sie eingekerkert werden, und alle ihre Werke sollen verschwinden von der Oberfläche der Erde, und fortan wird nicht dasein ein Verführer; denn jener Mannessohn wurde gesehen und saß auf dem Thron seiner Herrlichkeit. 41. Und alles Böse wird aus seinem Antlitz verschwinden und weichen, und das Wort dieses Mannessohnes wird bestätigt werden vor dem Herrn der Geister. 42. Dies ist die dritte Parabel Henochs.

Kap. 69, Sect. XII

1. Und es geschah hierauf, daß erhoben wurde der lebendige Name bei diesem Menschensohn, bei dem Herrn der Geister, von denen, welche auf der Erde wohnen. 2. Und er wurde erhoben in die Wagen des Geistes, und es ging aus sein Name in ihrer Mitte. 3. Und von diesem Tage an wurde ich nicht gezogen in ihre Mitte, sondern er setzte mich zwischen zwei Geister, zwischen Mitternacht und Abend, wo die Engel nahmen die Schnüre, um mir zu messen einen Ort für die Auserwählten und für die Gerechten. 4. Da sah ich die ersten Väter und die Gerechten, welche von Ewigkeit her an jenem Orte wohnen.

Kap. 70

1. Und es geschah hierauf, daß verborgen wurde mein Geist und aufstieg in die Himmel. Ich sah die Söhne der Engel treten auf Feuerflammen, ihre Kleider und ihr Gewand waren weiß, und glänzend ihr Antlitz wie Kristall. 2. Und ich sah zwei Ströme von Feuer, und der Glanz dieses Feuers glänzte wie der Hyazinth. 3. Und ich fiel auf mein Antlitz vor dem Herrn der Geister. 4. Und der Engel Michael, einer von den Häuptern der Engel, nahm mich bei meiner rechten Hand, und hob mich auf und führte mich hin zu allen Geheimnissen der Gnade und den Geheimnissen der Gerechtigkeit. 5. Und er zeigte mir alle Geheimnisse der Enden des Himmels, und alle Behältnisse der Sterne, und aller Strahlen, von wo sie ausgehen zu dem Antlitz der Heiligen. 6. Und er verbarg den Geist Henochs in dem Himmel der Himmel. 7. Und ich sah dort in der Mitte jenes Glanzes, daß darin Etwas, was erbaut war aus Steinen von Glas, 8. inmitten dieser Steine Zungen von lebendigem Feuer. Und es sah mein Geist eine Umschließung, welche umschloß dieses Haus des Feuers von seinen vier Enden, darin Ströme angefüllt mit lebendigen Feuer, und sie umschlossen dieses Haus. 9. Und es umgaben die Seraphs, die Cherubs und die Ophanin; dies sind diejenigen, welche nicht schlafen, und bewahren den Thron seiner Herrlichkeit. 10. Und ich sah unzählige Engel, Tausende, Tausende von Tausenden, und Myriaden von Myriaden, und sie umgaben jenes Haus. 11. Michael und Raphael und Gabriel und Phenuel und die heiligen Engel, welche in den Himmeln oben, gingen ein und aus in dieses Haus. Und es gingen heraus aus diesem seinem Hause Michael und Gabriel, Raphael und Phenuel, und viele heilige Engel, welche ohne Zahl, 12. und mit ihnen das Haupt der Tage, und sein Haupt (war) wie Wolle weiß und rein, und sein Kleid, daß es nicht zu beschreiben. 13. Und ich fiel auf mein Antlitz, und alle mein Fleisch löste sich und mein Geist wurde verwandelt. 14. Und ich rief aus mit der Stimme, mit dem Geiste der Kraft, und ich pries, rühmte und erhob. 15. Und diese Lobpreisungen, welche gingen aus meinem Munde, waren wohlgefällig vor jenem Haupte der Tage. 16. Und es kam jenes Haupt der Tage mit Michael und Gabriel, Raphael und Phenuel, und den Tausenden von Tausenden, und den Myriaden von Myriaden, Engeln, welche ohne Zahl. 17. Und es kam zu mir jener Engel, und mit seiner Stimme begrüßte er mich und sagte zu mir: "Du bist der Mannessohn, der du geboren bist zur Gerechtigkeit, und Gerechtigkeit ist über dir geblieben. 18. Und die Gerechtigkeit des Hauptes der Tage wird dich nicht verlassen." 19. Und er sagte zu mir: "Er wird dir zurufen Frieden durch seinen Namen für die Welt, die ist; denn von dort ist ausgegangen Friede seit der Schöpfung der Welt. 20. Und so wird er sein dir in Ewigkeit zu Ewigkeit. 21. Und alle, welche sein werden und wandeln werden auf deinem Wege der Gerechtigkeit, werden dich nicht verlassen in Ewigkeit. 22. Und bei dir wird sein ihre Wohnung, und bei dir ihr Teil, und von dir werden sie nicht getrennt werden in Ewigkeit zu Ewigkeit. 23. Und so wird sein Länge der Tage mit jenem Menschensohn. 24. Und Friede wird sein den Gerechten [und sein gerader Weg den Rechtschaffenen] in dem Namen des Herrn der Geister in Ewigkeit zu Ewigkeit.

Kap. 71, Sect. XIII