29. Sonnern dat is en Jud, de inwendig verborgen is; un de Beschniedung vun dat Hart is en Beschniedung, de in den GEist un nich in Bokstaben geschüht, düt Lof is nich ut Minschen, sonnern ut GOtt. 5. Mos. 30, 6. Joh. [5, 44.]
Dat 3. Kapitel.
1. Wat hebbt denn de Juden vörut? Oder wat is de Beschniedung nütz?
2. In jede Hinsicht veel. To’n eersten: ehr is anvertrut wat GOtt seggt hett. Ps. [147, 19.] [20.] Apost. [7, 38.]
3. Dat awer etliche nich glovt an datsülvige, wat liggt daran? Schull ehr Unglov GOttes Gloven upheven? Kap. [9, 6.] [11, 29.] 4. Mos. 23, 19. 2. Tim. [2, 13.]
4. Gewiß nich! Dat blift velmehr also, dat GOtt wahrhaftig is un alle Minschen Lögner, as schreben steiht. Up dat du för gerecht befunnen warst in din Wör un överwinnst, wenn du richtet warst. Joh. [3, 33.] Tit. [1, 2.] Ps. [62, 10.] [116, 11.] [51, 6.]
5. Is dat awer so, dat unse Ungerechtigkeit GOtt Sin Gerechtigkeit priesen deiht, wat wüllt wi seggen? Is denn GOtt ok ungerecht, dat He daröver bös is? (Ik red also up Minschen Wies.)
6. Gewiß nich! Wo kunn GOtt sünst de Welt richten? 1. Mos. 18, 25.
7. Denn so GOtt Sin Wahrheit dörch min Lögen herrlicher ward to Sin Pries, warum schull ik denn noch as en Sünner richtet warrn?
8. Un nich velmehr also dohn as wi lästert warrn, un as enige spreken, dat wi seggen schulln: Lat uns Övels dohn up dat Gudes darut kamen deiht! Düsse ehr Verdammnis is ganz recht. Kap. [6, 1.] [2.]