Darauf antwortete ihm einer: »Der Herr pflegt wohl häufig auf die Jagd zu gehn? Hunde hat er ja genug.«

»Freilich,« antwortete Desdar Oglu, »ich habe mehr als ich brauchte: der eine jagt das Rebhuhn, der andere die Wachtel, ein dritter das Haselhuhn.«

Und der Schalk sagte weiter: »Da fehlt dir noch immer einer.« »Welcher?« »Einer, der in dieser Suppe Reis aufspüren würde.«

[207.]

DEr Hodscha kam heim und sagte zu seiner Frau: »Koch uns heute einen Pilaf, damit wir uns wohl gesättigt schlafen legen können; heute fühle ich mich einmal frei von aller Traurigkeit.«

Die Frau kochte den Pilaf; sie aßen ihn und gingen zu Bette. Kaum lagen sie aber, als an die Tür gepocht wurde. Der Hodscha sagte zu seiner Frau: »Geh, sieh nach, wer es ist.«

Die Frau ging zur Tür und sagte: »Wer ist da?«

»Meine Eselin hat geworfen,« sagte ein Nachbar; »aber das Junge hat weder Schwanz noch Ohren.«

Nun fragte der Hodscha: »Was gibts denn?« und die Frau antwortete: »Uns geht es eigentlich nichts an; der Nachbar ist da: seine Eselin hat ein Junges ohne Schwanz und Ohren geworfen.«

Darauf sagte der Hodscha: »Ich kann nicht mehr liegen bleiben; meine Ruhe ist weg.«