DEr Hodscha wurde gefragt: »Von den zwei Monden, dem neuen und dem alten, was geschieht mit dem, der sein letztes Viertel hinter sich hat?«
Er antwortete: »Man zerbricht ihn, um Sterne daraus zu machen.«
EInes Morgens beschloß der Hodscha, die Stadt zu verlassen; da er ein Kamel besaß, sagte er sich: »Ich nehme es als Reittier; auf diese Weise werde ich angenehmer reisen.«
So ritt er denn mit der Karawane dahin, als eines Tages das Kamel strauchelte, den Hodscha abwarf und auf ihn trat. Auf seine Schmerzensschreie kamen die Leute von der Karawane herbei und hoben ihn auf.
Kaum war er wieder zum Bewußtsein gekommen, als er schrie: »Seht nur, Muselmanen, was mir dieses Kamel böses angetan hat. Seid doch so gut und bindet mir es fest; ich muß mich an ihm rächen.«[67]
»Aber Hodscha,« schrien die Leute; »fürchtest du denn nicht Gott, daß du dich an dem Tier da rächen willst?«
Der Hodscha antwortete jedoch: »Was soll das heißen? an einem Menschen kann man sich rächen, und an einem Kamel sollte mans nicht können?«
EInes Tages kaufte Nasreddin Eier, und zwar neun um einen Asper; dann ging er an einen andern Ort und verkaufte zehn um einen Asper. Da wurde er gefragt: »Warum gibst du zehn um den Preis, den du für neun gezahlt hast?«