Und der Hodscha antwortete: »Ja, wie hätte ich denn sehn sollen, was ich am Hintern hatte?«

[262.]

EInes Tages ging der Hodscha mit seinem Amad auf die Jagd. Er hatte einen Falken auf der Hand; sie ließen ihn steigen und er setzte sich auf einen Ochsen. Alsbald schlang der Hodscha einen Strick um den Kopf des Ochsen, zog ihn zu sich nach Hause und band ihn an. Der Eigentümer ging seinen Ochsen suchen und fand ihn schließlich beim Hodscha; da sagte er zum Hodscha: »Der Ochs ist mein; wieso hast du ihn hier angebunden?«

»Potzteufel, Dummkopf,« antwortete der Hodscha, »mein Falke hat ihn gebeizt; er ist meine Jagdbeute.«

Sie gingen mitsammen zum Kadi und erklärten ihm den Fall. Der Kadi schrie: »Aber Hodscha, seit wann fängt denn ein Falke einen Ochsen?«

»Nun,« antwortete Nasreddin, »auf das Kamel zu beizen, ist gewiß nicht verboten; sollte denn zwischen einem Vieh und dem andern mehr Unterschied sein als zwischen ihnen und dir?«

[263.]

DEr Amad sagte eines Tages zum Hodscha: »Hodscha, du bist nicht imstande, dich, wenn man Speisen vor dich hinstellt, so zurückzuhalten, wie die gebildeten Fremden tun, die nach ein paar Bissen zu essen aufhören.«

»Amad,« antwortete der Hodscha, »ich werde mir einen Faden an die Zehe binden; wenn du bemerkst, daß ich zu viel esse, so ziehe daran.«