»Geh du nur,« antwortete der Hodscha; »ich« — dabei dachte er an seinen verlorenen Esel — »muß noch dableiben, weil ich noch etwas zu suchen habe.«
ETliche Leute fanden im Gebirge einen Igel; sie konnten sich nicht enträtseln, was für ein Tier das sein sollte, und brachten ihn dem Hodscha. »Was ist das?« fragten sie ihn.
»Ohne Zweifel«, antwortete der Hodscha, »ist das eine alte Nachtigall, die von ihren Federn die Fahnen verloren hat.«
DEr Hodscha hatte einen Dattelgarten, und drinnen war ein Baum, auf den er jeden Tag stieg. Weiter hatte er eine Tochter und diese einen Geliebten. Eines Tages saß nun Nasreddin auf seinem Baume, als der Bursche mit seiner Tochter kam und mit ihr zu tändeln begann; an Verwegenheit ließ ers dabei nicht fehlen und schließlich sagte er zu ihr: »Stell dich hin; ich will es machen wie ein Hengst.«
»Gut,« sagte sie.
Während er nun das Mädchen besprang, blickte er in die Höhe, und da sah er den Hodscha; augenblicklich ließ er sie und nahm Reißaus. Nun nahm sie etliche Datteln und lief dem Flüchtling nach; dabei rief sie: »Nimm doch!«
Aber der Hodscha schrie vom Baume herunter: »Was fällt dir ein, ihn mit so etwas locken zu wollen? Glaubst du, er wird für drei Datteln zu einem so schamlosen Ding kommen, die den weißen Fluß hat, wie du? Zeig doch wenigstens eine Handvoll!«