Der Hodscha glaubte es nicht; er hörte auch kaum hin.
Es kam ein zweiter und sagte dasselbe; kurz, sie kamen alle, einer nach dem andern oder auch paarweise, und behaupteten, wie es abgemacht war, daß am nächsten Tage das Ende der Welt sein werde. Schließlich stellte sich der Hodscha, als ob er es glaubte.
»Wenn es so ist, so seid willkommen, Freunde! Nun wollen wir hinaus aufs Feld gehn, das Lamm schlachten und uns unsere letzten Augenblicke noch recht gut miteinander unterhalten.«
Alle waren dabei; sie nahmen das Lamm und zogen aufs Feld.
Da sagte der Hodscha: »Ihr, meine Freunde, vergnügt euch; ich will mich daranmachen, das Lamm zu braten.«
Er war mitten unter ihnen und so legten alle ihre Mützen und Turbane bei ihm nieder, um sich zu ergehen. Ohne zu verziehen, zündete der Hodscha ein großes Feuer an, warf alle ihre Sachen hinein und begann das Lamm zu braten.
Bald darauf sagte einer von der Gesellschaft zu den andern: »Sehn wir einmal nach, ob das Lamm des Hodschas schon hübsch braun ist; kommt es essen.«
Als sie hinkamen, wurden sie inne, daß der Hodscha alle ihre Kleider ins Feuer geworfen hatte. »Bist du ein Narr? warum hast du unsere Sachen ins Feuer geworfen?«
»Ja, meine Herren,« erwiderte der Hodscha, »glaubt ihr denn das nicht, was ihr mir früher erzählt habt? Wenn morgen das Ende der Welt ist, was braucht ihr da Kleider?«