In derselbigen Nacht war es geschehn, daß ein Schiff auf dem Meere Sturmesnot litt, und die Seeleute hatten gelobt, wenn sie entrännen, dem Hodscha ein Geschenk zu geben. Der Herr ließ es zu, daß sie heil ans Land kamen; ihrem Gelübde treu, brachten sie nun dem Hodscha das versprochene Geld.
»O Gott, o Gott,« schrie da Nasreddin, »wozu hast du es mir zu nehmen brauchen, wenn du es mir nach einer außer Hause verbrachten Nacht zurückgeben wolltest?«
EInes Tages entlieh der Hodscha von seinem Nachbar eine große Pfanne. Nachdem sie ihm ihren Dienst geleistet hatte, trug er sie zurück und brachte zugleich ein kleines Pfännchen.
»Was soll denn das Pfännchen,« sagte der Nachbar, »das jetzt dabei ist?«
»Ach,« antwortete der Hodscha, »die Pfanne war schwanger, und das ist das Junge.«
Der Nachbar nahm beides in Empfang. Kurze Zeit nach dieser Begebenheit ging der Hodscha die Pfanne noch einmal entleihen. Fünf Tage wartete der Nachbar vergebens, daß sie ihm zurückgestellt würde; dann pochte er an die Tür des Hodschas. Der öffnete und fragte ihn: »Was willst du?«
»Meine Pfanne.«
»Wohl ergehe es dir, aber deine Pfanne ist gestorben.«