»Was für ein Unterschied,« erwiderte der Hodscha, »ist zwischen deiner Majestät und dem Kissen da?«

Der Zorn Timurs wuchs immerzu; und er hätte vielleicht den Hodscha mißhandelt, wenn nicht aufgetragen worden wäre.

Plötzlich nieste Timur mitten unter dem Mahle neben dem Hodscha oder besser auf ihn; da sagte der zu ihm: »Das ist unschicklich, Padischah.«

»Bei uns nicht,« antwortete Timur.

Gegen Ende des Mahles ließ der Hodscha einen lauten Furz. »Was du da machst,« sagte Timur, »ist das vielleicht nicht unschicklich?«

»Bei uns nicht,« sagte der Hodscha.

Als dann die Speisen weggenommen waren und man den Scherbet getrunken hatte, stand der Hodscha auf, um heimzukehren. Und auf dem Wege sagte sein Amad zu ihm: »Aber Hodscha, warum hast du dich in der erhabenen Gegenwart des fremden Padischahs auf diese Weise betragen und sogar einen Furz gelassen?«

»Mach dir keine Sorgen,« antwortete der Hodscha. »Türkisch nennt man es ja so; aber in seiner Sprache bedeutet es gar nichts.«

[75.]

DEr Hodscha ließ einmal eine Gans braten und brachte sie dem Sultan; da er aber auf dem Wege Hunger bekam, riß er ihr einen Fuß aus und aß ihn. Dann trat er vor den Padischah und bot ihm die Gans dar.