MAn zeigte einmal dem Sohne des Hodschas einen Eierapfel und fragte ihn: »Was ist das?«

Der Knabe antwortete: »Das ist ein Kalb, das die Augen noch nicht offen hat.«

»Seht nur,« schrie der Hodscha, »das hat er von sich selber; ich habe es ihn nicht gelehrt.«

[93.]

EInes Tages kam ein Wagen, der nach Siwri-Hissar fuhr, beim Hause des Hodschas vorüber; sofort entschlossen, mitzufahren, lief er nackt heraus und dem Wagen nach, stieg auf und fuhr mit. Als sie in die Nähe Siwri-Hissars kamen, ließen die Mitfahrenden der ganzen Stadt die Ankunft des Hodschas verkünden. Die Einwohner kamen ihm entgegen; und als sie ihn nackt sahen, fragten sie ihn um den Grund.

Er sagte: »Ich liebe euch so, daß ich vor lauter Sehnsucht, euch zu sehn, vergessen habe, mich anzukleiden.«

[94.]

DEm Hodscha stieß es zu, daß er grindig wurde. Er ließ sich scheren und gab dem Barbier einen Asper.

In der nächsten Woche ließ er sich wieder scheren; als ihm dann der Barbier einen Spiegel reichte, sagte er: »Mein Kopf ist doch zur Hälfte grindig; könntest du dich nicht mit einem Asper für zweimal scheren begnügen?«