[97.]

EInes Tages kam ein Bauer zum Hodscha und brachte ihm einen Hasen; der Hodscha behielt ihn über Nacht bei sich. Etwa vierzehn Tage später kamen mehrere Leute und baten den Hodscha um Gastfreundschaft; sie sagten: »Wir sind die Nachbarn des Mannes, der dir vorige Woche einen Hasen gebracht hat.«

Der Hodscha beherbergte sie gleichfalls, aber nicht ohne Widerstreben. Kaum waren einige Tage vergangen, als wieder Leute kamen und sich als Gäste anmeldeten; sie sagten: »Wir sind die Nachbarn der Nachbarn des Mannes, der dir einen Hasen gebracht hat.«

Der Hodscha nahm sie auf. Am Abende goß er ein wenig Wasser in eine Schüssel und setzte es ihnen vor; und mit den Worten: »Laßt es euch belieben« lud er sie ein, mit dem Mahle zu beginnen.

Sie aber sagten: »Was ist das, Hodscha? Das ist ja nichts zu essen; das ist doch klares Wasser.«

Der Hodscha antwortete: »Das ist die Tunke der Tunke des Hasen.«

[98.]

DEr Hodscha sah einmal eine Schildkröte. Er sagte sich: »Das Tier gäbe einen guten Träger«; damit packte er sie und hing sich an ihren Rücken. Die Schildkröte bemühte sich, ihn von ihrem Rücken herunterzubekommen.

Er aber sagte: »Rühre dich, rühre dich nur; so wirst du dich daran gewöhnen, deine Last zu tragen.«