Da sagte der Bettler: »Aber Effendi, warum hast du mir den Bescheid nicht unten gegeben?«
»Und du,« versetzte der Hodscha, »warum hast du durchaus haben wollen, daß ich herunterkomme?«
DIe Frau des Hodschas war in den Wehen; schon saß sie seit einem oder zwei Tagen auf dem Gebärstuhl, ohne entbinden zu können. Da riefen die Weiber zum Hodscha hinaus: »Effendi, weißt du kein Gebet, damit das Kind herauskommt?«
Eiligst lief der Hodscha zum Krämer und kaufte Nüsse; damit ging er heim und sagte: »Laßt mich hinein.« Und er schüttete die Nüsse vor dem Stuhle aus und sagte: »So; das Kind wird sie sehn und herauskommen, um damit zu spielen.«
DEm Hodscha wollte einmal seine Frau einen Possen spielen und brachte die Suppe zu heiß auf den Tisch. Zufällig vergaß sie es aber und nahm selber einen Löffel davon und verbrannte sich den Schlund, so daß ihr die Tränen in die Augen kamen.
Der Hodscha sagte: »Was hast du Weib? ist die Suppe vielleicht zu heiß?«
»Ach nein, Effendi,« erwiderte sie, »aber mein verstorbener Vater hat so gern Suppe gegessen, und das ist mir eben eingefallen; und da habe ich weinen müssen.«