Sie führten also den Hodscha an eine feuchte Stelle und steckten ihn mit den Füßen in die Erde. Als dann die Bauern gegangen waren, hielt sich der Hodscha dort eine Weile; bald aber begann ihn zu frieren und er sagte: »Das gefällt mir nicht.« Er strengte sich also an, sich loszumachen, und mit schwerer Mühe gelang es ihm. Er kam ins Dorf, und die Bauern sagten: »Wie schnell du Frucht getragen hast, Hodscha! Aber wo ist die Frucht?«
»Gewachsen ist sie ja schnell,« antwortete der Hodscha, »aber sie hat so viel Frost gelitten, daß sie abgefallen ist.«
EInes Tages stieg der Hodscha im Gebirge auf einen Baum. Während er die Äste abhackte, sah er nach allen Seiten herum, und da bemerkte er mehrere Züge Kamele, die auf ihn zukamen. Alsbald rief er die Kameltreiber von oben an: »Haltet, ich bitte euch; ich muß mit euch sprechen.«
Die Kameltreiber hielten und er stieg vom Baume und wandte sich zu ihnen: »Ich ersuche euch inständigst, ganz langsam vorbeizuziehn.«
»Wozu sagst du das? Was ist dein Grund?«
»Nun, meine Herren, es ist zu befürchten, daß euere Kamele, die noch nie ein Gebirge gesehn haben, erschrecken und an den Baum anlaufen, auf dem ich bin, und mich also herunterwerfen.«
MAn erzählt, daß Tamerlan einmal in die Nähe der Stadt kam, wo der Hodscha lebte. Die Einwohner versammelten sich, gingen zum Hodscha und baten ihn, Tamerlan davon abzuhalten, daß er durch ihre Stadt ziehe. Auf der Stelle machte sich der Hodscha einen Turban von der Größe eines Wagenrades, stieg auf seinen Esel und ritt Tamerlan entgegen. Er traf ihn, und der wunderte sich sehr über diesen Anblick und sagte: »Was ist das für ein Turban, Hodscha?«