[159.]

MAn erzählt, daß einmal der Hodscha mit seinen Freunden Verstecken gespielt hat, und alle haben sie sich an verschiedenen Orten versteckt. Der Hodscha aber verließ Akschehir, lief bis Konia und versteckte sich dort in einem Minaret, und seine Freunde bekamen ihn mehrere Tage nicht zu sehn. Seine Gattin und seine Familie schrien allenthalben: »Hodscha, wo bist du?« Es verging Tag um Tag und man hatte ihn schon in der ganzen Umgebung gesucht, als von ungefähr eine Karawane aus Konia in Akschehir eintraf. Man fragte die Leute der Karawane, ob sie etwas vom Hodscha wüßten, und die antworteten: »Er ist in Konia; wir haben ihn dort gesehn.«

Daraufhin wurden etliche Männer nach Konia geschickt; sie kamen dort an und suchten den Hodscha überall. Der aber rief sie vom Minaret herab an und schrie: »Her mit dem Geld! ich habe gewonnen!«

Die Männer trauten ihren Ohren nicht, bis er endlich herunterkam.

[160.]

EInes Tages ging der Hodscha aufs Feld, um zu mähen. Als die Nacht einfiel, hörte er auf und ging heim. Seine Frau sagte zu ihm: »Hast du heute viel gemäht?«

Der Hodscha anwortete: »Ich habe noch bis morgen Mittag zu tun.«

Sie sagte: »Setz doch dazu ›Inscha Allah‹[84]

Der Hodscha antwortete: »Wenn ich seinen Namen nicht anrufe, werde ich auch nicht weniger fertig bringen.«