Wie er so dahinschritt, sprach er bei sich selber: »Wie ist denn das möglich, daß es der Schöpfer zuläßt, daß sich mein Gesell aus der Verlegenheit zieht, indem er angibt, er sei der Knecht eines winzigen Sterblichen, während es mir nichts nützt, daß ich sage, ich sei der Sklave des Allerhöchsten?«
Solcher Art waren seine Gedanken, als er plötzlich einen Lärm hinter sich hörte, dem ein mächtiger Schrei folgte. Erschrocken fragte er sich, was das sein könne; da sah er, daß der Reiter, den er führte, von dem Pferde gefallen war und tot hingestreckt daneben lag.
So lautet der echte Bericht der Freunde des Hodschas; welche Lehre man daraus ziehen kann, ist leicht zu sehn.
ALs der Hodscha eines Tages ins Gebirge ging, um Holz zu schneiden, nahm er eine Melone mit. Wie er nun so dahinging, entwischte ihm die Melone aus dem Arme und rollte in ein Tal hinab. Dort schlief ein Hase; der erschrak über die Melone und lief davon.
»Da habe ich eine schöne Dummheit gemacht,« sagte der Hodscha, als er den Hasen sah; »die Melone war trächtig, und es wäre sicher ein Maulesel geworden.«
Damit entfernte er sich und machte sich unverzüglich ans Holzschneiden. Als er dann heimkehrte, erzählte er seiner Frau sein Abenteuer.
Sie schrie: »O weh, Mann, du hättest ihn fangen und herbringen sollen, um auf ihm in den Garten zu reiten!«
Aber der Hodscha hatte schon einen Stock in der Hand und sagte: »Steig herunter; er ist noch zu jung. Du wirst ihm die Rippen brechen.«