»Das ist die Mühle, mit der ich den Bulgur quetsche.«

»Und warum liegt das Kind nicht in seiner Wiege?«

»Es weinte, und da habe ich es herausgenommen.«

Nun merkten sie erst, was für ein Spielzeug das Kind in den Händen hielt, und da sagten sie: »Aber Hodscha, schämst du dich denn nicht? warum gibst du ihm denn den in die Hand?«

Und der Hodscha antwortete: »Ihr naseweisen Dinger, die ihr seid! kommt nur mit mir in einen Winkel; da werden wir schon sehn, welche Hand die erste sein wird, die ihn herausnimmt.«

[169.]

EInmal traf der Sultan Alaeddin Vorkehrungen zu einem Feste, das er den ausgezeichnetsten Männern geben wollte; selbstverständlich lud er auch den Hodscha ein, und dieser erschien in der Begleitung seines Amads. Der Sultan empfing ihn mit Höflichkeit und Ehren und bot ihm einen Apfel, den er in der Hand hielt. Der Hodscha nahm ihn an und machte sich ohne weiters daran, hineinzubeißen. Da nahm der Amad den Hodscha beiseite und sagte zu ihm: »Pfui Hodscha, wie kannst du einen solchen Verstoß begehn? Wenn einem ein Sultan einen Apfel gibt, so ißt man ihn nicht augenblicklich in seiner Gegenwart.«

Der Hodscha fragte noch: »Ist es also nicht anständig, vor ihm zu essen?« und der Amad antwortete ihm: »Nein; man muß es in seinen Busen stecken.«

Nun wurde der Tisch bestellt und der Sultan ließ den Hodscha an seiner Seite sitzen. Als man dann den Gästen einen Hasen vorsetzte, der mit Joghurt übergossen war, nahm der Sultan, um dem Hodscha eine Höflichkeit zu erzeigen, etwas Joghurt und legte einen Hasenlauf darüber und legte das ganze dem Hodscha vor.

Ohne zu zaudern, packte der Hodscha das ihm dargebotene und schüttete es in seinen Busen.