Nach diesen Worten geleiteten die Anwesenden den Sohn des Arztes höflich zur Tür.

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ALs die Frau des Hodschas eines Tages Bulgur[86] gekocht, Tarkhaneh[87] bereitet und die Kuh gemolken hatte, kam es zwischen ihr und dem Hodscha zu Zärtlichkeiten, so daß sie ins Bad gehn mußte; drum sagte sie zum Hodscha: »Hodscha, während ich im Bad bin, gib du acht auf das Kind in der Wiege und sieh zu, daß nicht die Vögel den Bulgur fressen; schlage Butter und quetsche in der Mühle noch etwas Bulgur, weil wir dann Pilaf[88] essen wollen.«

Fürs erste nahm der Hodscha eine Mütze, die mit Schellen behängt war, und band sie sich auf den Kopf; dann befestigte er den Butterschlägel und die Wiege an seinem Rücken, und vor sich stellte er die Mühle, die er drehen sollte. Indem er nun den Kopf vorwärts und rückwärts warf, schaukelte er die Wiege und schlug Butter, hielt aber zugleich damit durch das Schellengeklingel die Vögel ab, den Bulgur zu fressen. Während nun der Hodscha also den Bulgur bewachte, die Mühle drehte, Butter schlug und an zwei oder drei Dingen auf einmal arbeitete, erwachte das Kind und begann in seiner Wiege zu weinen. Der Hodscha sah, daß es sich beim Wiegen nicht beruhigte, und sah sich daher gezwungen, es aus der Wiege zu nehmen. Er spreizte die Beine auseinander, setzte es dazwischen hinein, nahm ein gewisses Glied heraus und gab es ihm als Spielzeug in die Hand. Das Kind spielte auch wirklich damit, während der Hodscha fortfuhr, sich völlig seiner Arbeit zu widmen.

Unterdessen kamen etliche Frauen auf ihrem Wege durch diese Straße; als sie bei dem Hause waren, wo der Hodscha mit seinen Schellen, seiner Mühle und seiner Milch arbeitete, sagten sie: »Gehn wir schauen, wie sichs der Hodscha eingerichtet hat.« Sie überschritten die Schwelle und gingen weiter ins Innere; und sie fragten den Hodscha: »Warum hast du Schellen an der Mütze?«

»Damit die Vögel nicht zum Bulgur kommen.«

»Und warum hast du das am Rücken?«

»Seht ihr denn nicht, meine Schönen, daß das der Schlägel ist, womit ich Butter schlage?«

»Und was hast du vor dir?«