[422.] Ilg, II, Nr. 94.

[423.] Ilg, II, Nr. 95.

Der Schwank erinnert an das Salzsäen im 14. Kapitel des Lalenbuchs, (Stuttgart, 1839, S. 61 ff.; v. d. Hagen, S. 83 ff.), wo es überdies heißt: »Demnach auch kund und offenbar, daß andere Sachen wachsen, als Kälber, so man Käse setzet, und Hühner, wenn man Eier in Boden stecket ...«; vgl. dazu Böhm, Lettische Schwänke, S. 119. Ähnlich ist das Anbauen von Kuhschwänzen, um Kühe zu erhalten; s. Keller, Die Schwaben, S. 137 ff. und Bronner, Schelmen-Büchlein, S. 107 ff. Klaus Narr, der Pfennige aussät, um Geld zu ernten (S. 85), will auch Schafe und Geflügel anbauen (S. 203 ff.):

Clauß strawte Schaaflorbern auß vnd meinet, es würden Schaaf dauon außgehen; da sprach einer: Lieber Clauß, es werden keine Schaaf auß diesem Samen. Clauß sprach: Werdens nit Schaafe, so werdens Lämmer, die dienen auch in der Küchen an die Bratspiesse.

tb

Also satzte er auch Kötlein von Hünern vnd Gänsen vnd versahe sich, es würden Hüner vnd Gänse drauß wachsen; da sprache einer zu jm: Es ist vmb sonst, Clauß, was du thust; wenn du aber Eyer einscharretest, so würden junge Hüner drauß. Clauß antwortet: Was taug vnd kan ein ding vnversuchet? Ich wils hiemit versuchen, wil es denn nicht gerahten, so wil ich Eyer eynscharren.

Vgl. auch die 11. und die 12. der von Decourdemanche hinter den Plaisanteries de Nasr-Eddin Hodja, S. 123 ff. mitgeteilten Karakuschgeschichten.

[424.] Ilg, II, Nr. 96.

Eine maltesische Parallele steht bei Ilg, II, S. 39; vgl. weiter Grimm, III, S. 101.

[425.] Ilg, II, Nr. 97.