Dies ist die Fabel La Fontaines Les femmes et le secret‚; vgl. Boltes Nachweisungen bei Montanus, S. 592 ff. und Chauvin, VIII, S. 168 und 197.

543.

Unter den serbischen Überlieferungen in den Anthropophyteia, ist eine (I, S. 465 ff.), die ebenso wie eine Erzählung im Nawadir, (S. 16) den Stoff des Dit de perdriz‚ (Montaiglon-Raynaud, I, S. 188 ff.) behandelt; die serbische Variante tut dies in einer Form, die sehr an die der Tausend und einen Nacht, (Chauvin, VI, S. 179 ff.) erinnert. Man vergleiche Legrand, Fabliaux ou contes, Paris, 1829, IV, S. 38 ff.; Bédier, S. 466; v. d. Hagen, Gesammtabenteuer, II, S. XV ff.; Pauli, S. 514, Nr. 364; H. Sachs, II, S. 169 und III, S. 149; A. L. Stiefel in den Hans Sachs-Forschungen, S. 158 ff.; Benfey, I, S. 146; Österley in der Zeitschr. f. vgl. Littgesch, I, S. 54; K. Reinhardstoettner ebendort, VII, S. 474; Cosquin, II, S. 348 ff.; Fourberies, S. 27 ff. Zu den an diesen Stellen genannten Nachweisungen kommen noch: Der edle Fincken-Ritter, S. 61, Nr. 353; Bladé, Contes populaires de la Gascogne, III, S. 289 ff.; Sébillot, Littérature orale de la Haute-Bretagne, S. 137 ff.; Stumme, Tunis, I, S. 73 und II, S. 122.

544.

Die Erzählung in der Anthropophyteia, II, S. 412 ff. ist äußerst obszön: Nasreddin rächt sich an einem Gläubiger, einem reichen Türken, der seine Tochter verführen will, indem er, als seine Tochter verkleidet, zuerst die drei Töchter und dann die Frau des Türken beschläft und schließlich noch ihn selber schändet. Der hier nur zum Schluß vorkommende Zug, daß die dankbaren Mädchen und ebenso ihre Mutter auf ihren Kuchenanteil zugunsten der falschen Zuleika verzichten, ist besser verarbeitet in Sercambis Novelle De Malvagio famulo, (ed. Renier, S. 335 ff.), zu der die 191. Facetie Poggios: Facetia cuiusdam qui subagitabat omnes de domo, samt den von Noël, II, S. 183 ff. beigebrachten Parallelen zu vergleichen ist.

545.

In Anton Panns rumänischer, Gedichtesammlung Nazdravaniile lui Nastratin Hogea, wird S. 331 erzählt, wie der Hodscha ob seiner Lustigkeit von einem Freunde gefragt wird, ob er denn seine Schulden bezahlt habe. Er antwortet verneinend; aber die Sorge überlasse er den Gläubigern.

Das ist eine Variante der oft bearbeiteten 204. Facetie Poggios: Exploratio ad hominem tristem ob pecuniam debitam, (dazu Noël, II, S. 193 ff.).

546.

Pann, S. 338 (Griechisch, Nr. 151): Als der Hodscha Nasreddin Knoblauch gegessen hat, weigert sich seine Frau, mit ihm zu schlafen, weil sie den Geruch nicht verträgt. Der Hodscha fragt einen Freund, wie er es anstellen müsse, um geruchlosen Knoblauch zu bekommen, und erhält den Rat, ihn (der Schale) entkleidet zu pflanzen. Der Knoblauch riecht aber wieder, und nun meint der Freund, der Hodscha müsse eben auch sich selber entkleiden. Der Erfolg bleibt wieder aus, und der Hodscha sagt zum Knoblauch: Dich habe ich ausgezogen, mich habe ich ausgezogen, aber dein Gestank ist geblieben.