»Unser Haus ist davor bewahrt geblieben?« fragte Dscheha.

Während sie sich darauf beschränkten, zu sprechen, aß Dscheha. Sie sagten: »Das Feuer ist schon bei deinem Hause.«

»Nun, mich hat es noch nicht erreicht.«

»Jetzt hat es deine Kleider erfaßt.«

»Mein Kopf brennt noch nicht, nicht wahr?« antwortete Dscheha. »Meine Füße mag es verschlingen, wenn es mir nur den Kopf in Ruhe läßt.«

Und er aß immerzu. Als dann die andern desgleichen tun wollten, stellte es sich heraus, daß Dscheha alles aufgegessen hatte; und sie sagten untereinander: »Si Dscheha hat uns zum besten gehabt.«

[405.]

SI Dscheha kaufte auf dem Markte eine Ziege um zehn Duro. Er trieb sie heim, schlachtete sie und häutete sie. »Diese Ziege kostet uns viel Geld,« sagte er zu seiner Mutter, und sie erwiderte: »Was willst du tun, mein Sohn?«

»Für den Augenblick das Fleisch kochen; späterhin werden wir sehn, was zu tun ist. Am nächsten Markttage werde ich die Haut auf den Markt bringen; du wirst hingehn und sie in der Hand halten. Ich werde immer um dich herum sein, und du wirst tun, als ob du mich nicht kenntest; ebenso werde ich tun, als ob ich dich nicht kennte. Ich werde um die Haut handeln, und welchen Preis immer ich dir biete, weigerst du dich, sie mir zu verkaufen. Ich werde sie spannenweise messen. Du sagst zu mir: ›Ich verkaufe sie nicht.‹ Ich werde dir zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig Duro bis zu hundert Duro bieten. Unter den Fremden, die dazukommen werden, wird einer sein, der dir mehr bieten wird, und dem verkaufst du sie. Gib acht jetzt! Merk dir wohl, wie ich dich empfehlen will!«

Sie machten sich auf den Weg und kamen auf den Markt. Si Dscheha ging abseits, und seine Mutter hielt die Ziegenhaut. Si Dscheha kam und sagte zu ihr: »Wie viel hat man dir für die Haut da geboten?« Und auf ihre Antwort: »Zehn Duro« begann er sie spannenweise zu messen. Alle Welt sammelte sich um sie. »Die Haut, die du da mißt,« sagte einer zu ihm, »wozu kann sie dir dienen?«