NAsreddin, der Pfirsiche in der Tasche hatte, kam bei etlichen Leuten vorbei und sagte zu ihnen: »Wer es errät, was ich in der Tasche habe, bekommt den größten Pfirsich.« Sie antworteten ihm: »Es sind Pfirsiche.« Er sagte: »Ja, wer hat euch denn das gesagt? das muß ein rechter Hurensohn sein.«
EInes Tages ging Nasreddin mit einer Flasche zum Bache, um Wasser zu holen; sie fiel ihm aus der Hand und sank unter. Da setzte er sich am Ufer nieder. Ein Freund von ihm kam vorbei und sagte: »Was sitzst du da, Dschoha?«
»Eine meinige Flasche ist ertrunken; ich warte, bis sie aufquillt und an die Oberfläche kommt.«
EInes Tages brachte Nasreddin Korn in die Mühle; dort begann er dann das Korn aus den Körben der andern Leute zu nehmen und es in den seinigen zu tun. Endlich sagte der Müller zu ihm: »Was machst du da?« »Ich bin ein Narr.« »Warum nimmst du dann nicht das Korn aus deinem Korbe und tust es in die der andern?« »Ich bin ein einfacher Narr; täte ich das, was du sagst, wäre ich ein doppelter Narr.«
Der Müller begann zu lachen und ließ ihn laufen.
DAs Maultier Nasreddin Dschohas nahm einmal einen andern Weg, als er gewollt hätte. Einer seiner Freunde, der ihm begegnete, fragte ihn: »Wohin, Dschoha?« »Wohin mein Maultier will.«