Jeannette.
Ein Bett, ein Stuhl, ein Tisch, ein Schrank,
Und mittendrin ein Mädel schlank,
Meine lustige, liebe Jeannette.
Braune Augen hat sie, wunderbar,
In wilden Ringeln hellbraunes Haar,
Kirschroter Lippen ein schwellend Paar, –
Jeannette! Jeannette!
Am Fensterbrett ein Efeu steht,
Durchs grüne Geranke die Liebe späht,
Meine lustige, liebe Jeannette.
Türe auf! Da liegt mir am Halse das Kind.
Alleine wir beiden, es singt der Wind
Das Lied von zweien, die selig sind, –
Jeannette! Jeannette!
Die schwarze Laute.
Aus dem Rosenstocke
Vom Grabe des Christ
Eine schwarze Laute
Gebauet ist;
Der wurden grüne Reben
Zu Saiten
Gegeben.
O wehe du, wie selig sang,
So erossüß, so jesusbang,
Die schwarze Rosenlaute.
Ich hörte sie singen
In mailichter Nacht,
Da bin ich zur Liebe
In Schmerzen erwacht,
Da wurde meinem Leben
Die Sehnsucht
Gegeben.
O wehe du, wie selig sang,
So jesussüß, so erosbang,
Die schwarze Rosenlaute.
Oft in der stillen Nacht.
Oft in der stillen Nacht,
Wenn zag der Atem geht
Und sichelblank der Mond
Am schwarzen Himmel steht,
Wenn alles ruhig ist
Und kein Begehren schreit,
Führt meine Seele mich
In Kindeslande weit.