II.

Sie schweift den Fuß wie Pfaunrad aus, zum Blumenkreis,
Sie spitzt den Fuß wie Sterne zu, Zeh'nstrahlen spitz,
Sie gleitet der Bewegung ungebundnes Gleis –
Im Saale lagern Tiere stier auf wuchtigem Sitz.

Von Säulen schielt das Breitgesicht der Decke weiß
Herab auf ihrer schnellen Brüste Blitz und Blitz,
Aus vorgewölbten Mäulern bläst es gelb und heiß,
Ihr Lichtknie schluckt der ungerührten Augen Schlitz!

Da schüttelt sie sich zagender: O falle, Gier!
Da wirft sie sich in Lüfte fort – Doch immer schwingt
Die Schönheit wie ein Bumerang zurück zu ihr,
Daß jedem Sprung nur stachelndere Glut entspringt.

Rot hängt des Vorhangs offner Wundrand über ihr,
Rauch höhnt als Vorhang, den doch jeder Blick durchdringt,
Ihr Tanz verlöscht nicht, angespritzt von Staub und Bier,
Noch immer klatschen Fäuste, bis Musik noch klingt.

III.

So flieh, enttanze
In dich! du Unsichtbare!
Wie ein rasendes Rad innen schwindet –
Schon hüllen Wellen dich und bleichen
Die Gier, im Saale sitzen Leichen –

Du, neu geboren
Auf einen andern Stern hin!
In eignen immer wildren Sturmleib,
In Fuß und Brust und Stirn verflogen,
Vom Geistermund des Umschwungs ausgesogen.

Und fließt zusammen
Mit sich – und fühlt nur Tanzen,
Luft, Atmen, Aufatmen von Flammen –
Es hebt sie einsames Gefieder
Und Sammetvorhang senkt sich nun auch nieder.

Musik des Kämpfers.