Heimwärts in die namenlose Ferne,
In das Land des Friedens und der Sterne.
Heimat! Soll ich deine blauen
Schönen Ufer niemals schauen?
Dennoch ist mir, hier im Süden müßten
Nah sein und erreichbar deine Küsten.
Georg Heym.
Geboren am 30. Oktober 1887 zu Hirschberg in Schlesien; ertrank am 16. Januar 1912 beim Eislaufen in der Havel bei Schwanenwerder, in der Umgebung Berlins. – Der ewige Tag 1911. Umbra vitae 1912.
Die Seefahrer.
Die Stirnen der Länder, rot und edel wie Kronen,
Sahen wir schwinden dahin im versinkenden Tag,
Und die rauschenden Kränze der Wälder thronen
Unter des Feuers dröhnendem Flügelschlag.
Die zerflackenden Bäume mit Trauer zu schwärzen,
Brauste ein Sturm. Sie verbrannten wie Blut,
Untergehend, schon fern. Wie über sterbenden Herzen
Einmal noch hebt sich der Liebe verlodernde Glut.